Dienstag, 27. Januar 2015
unkonzentriert
Die ganze Zeit nur Stress und Ärger. Egal ob zu Hause oder in der Schule. Die ganze Zeit nur Tests und keine Motivation zum lernen, dann zu Hause nur Gemaule von meiner Mutter, wegen irgendetwas Unwichtigem. Zum Glück sind bald Ferien und dann kann man den ganzen Stress mal vergessen und abschalten.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

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Duhuu?!? Kann es sein, dass du eine leichte Tendenz dazu hast, das Negative deutlicher zu sehen als das Positive? (Wir erinnern uns: Wenn eine - allerdings für dich wichtige - Person in deinem Umfeld Scheiße baut, vergisst du gern mal die anderen, die sich um dich bemühen.)

Und wenn deine Mutter an dir "rummault", obwohl es sich um etwas Unwichtiges handelt, dann vielleicht deshalb, weil sie in Bezug auf dich sogar Unwichtiges wichtig nimmt - weil nämlich DU ihr wichtig bist???

Ok, wenn wir, statt nur via Internet zu kommunizieren, einander "leibhaftig" begegnen würden (nur mal so als Gedankenexperiment), dann dürftest du mich nach solcher Provokation meinerseits jetzt schlagen. Aber auch wenn du meinst, dass ich jetzt vielleicht Prügel verdient hätte, bleib' ich doch bei meinen Statements. :-)

Irgendwie hab' ich dich längst ins Herz geschlossen, du "Problemmensch", du. (Aber das hast du wahrscheinlich auch schon gemerkt.) ;-)

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Ja, es stimmt. Ich bin ein Pessimist. Aber das war ich schon immer. Zur Zeit sogar noch mehr als sonst.
Auch das Verhältnis zu meiner Mutter, nach dem Tod meiner Oma, ist angespannt. Man kann ihr nichts recht machen und obwohl ich ihr kräftig unter die Arme greife im Haushalt, tut sie so, als wenn sie alles allein machen müsse.
Ach Quatsch, niemals würde ich jemanden schlagen, nur weil derjenige seine Meinung mir gegenüber äußert.
Ja ich habe es schon gemerkt :-) freut mich, dass du mir immer Ratschläge gibst und versucht mir zu helfen. Wirklich, vielen lieben Dank.

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Hm... (nachdenk...)

1. Die meisten Pessimisten in meinem Bekanntenkreis behaupten, mit Pessimismus erspare man sich Enttäuschungen.
Aus meiner Sicht stimmt das nur zum Teil, denn man stiehlt sich damit auch die Vorfreude auf etwas. Gut, wenn's dann schlecht ausgeht, ist man enttäuscht - aber man hatte wenigstens die Vorfreude.
Und die Pessimisten? Eigentlich sollten sie ja jubilieren, wenn etwas entgegen den schlechten Erwartungen doch gut ausgeht. Aber meistens wird auch diese Freude irgendwie runtergemacht: "Naja, Glück gehabt" oder "Zufall" oder Ähnliches. Und dann befasst man sich bereits mit den negativen Erwartungen auf das nächste Ereignis.
So kann man sich das Leben natürlich auch vermiesen...
Wie gesagt, ich sprach von Pessimisten in meinem Bekanntenkreis; inwieweit eine solche Haltung auch auf dich zutrifft, kann ich nicht beurteilen.

2. Bist du wirklich durch und durch Pessimistin? Warum willst du dich dann wieder mit deinem Freund zusammentun? Das ist doch eine optimistische Aktion, es sei denn, du tust es, um neue Enttäuschungen auf dich zu laden. Das wäre dann aber nicht nur Pessimismus, sondern schon eher Masochismus... ;-)

3. Deine Mutter. Vielleicht ist sie ja manchmal wirklich ungerecht, z.B. wenn sie sich gestresst fühlt und dann eben auch keinen klaren Blick mehr hat.
Der Subtitel von deinem Blog lautet: "Ein Mädchen, welches oft lacht und Späße macht, aber innerlich das komplette Gegenteil ist." Kann es sein, dass du auch vor deiner Mutter es manchmal verbirgst, wenn du Zuwendung bräuchtest anstelle von Ermahnungen?

Zuletzt noch ein P.S. zu deinem neuen Eintrag "freunde". Da schließe ich mich dem Kommentar von postingmytruth an. Ich glaube nicht, dass jemand mehr als zwei oder drei wirklich gute Freunde hat, denen er/ sie voll vertraut. Und selbst wenn es bloß einer ist, ist der mehr Wert als 950 facebook-"Freunde"...
Jedenfalls finde ich es gut, dass (mindestens) eine deiner Freundinnen mit A deinen Blog liest! :-)

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Ich bin nicht immer Pessimist. Aber es ist wirklich so, dass man sich dann nicht so sehr enttäuscht ist, wenn es schlecht ausgeht. Ich kann aber auch Optimist sein, wenn ich mir sicher sein kann, dass etwas nicht enttäuschend enden kann. Dies kommt selten vor, da man sich ja fast nie sicher sein kann, aber es kommt vor. :-)
Ja es stimmt, ich bin auch so zu meiner Mutter, wie es schon mein Subtitel ausdrückt. Ich bin eigentlich zu jeden in meinem Leben so. Ich habe meistens auch keine Lust mit meiner Mutter über meine Probleme zu reden, denn sie gibt nicht das Gefühl, als würde es sie interessieren, was ich sage.

Ich wollte mich noch einmal bedanken, für deine netten und hilfreichen Kommentare unter meinen Postings. :-)

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Um mal mit dem Schluss deiner Antwort anzufangen: Du bist wirklich unheimlich lieb: Kein Zeichen von Genervt-Sein, sondern du bedankst dich sogar und bezeichnest meine Kommentare obendrein als "nett und hilfreich". Ich schreib ja immer nur meine Gedanken dazu und hab' dabei durchaus das Gefühl, im Nebel rumzustochern, denn ich kenne dich ja nicht wirklich. Aber wenn's dir manchmal hilft, dann freut mich das sehr.

Trotzdem sind deine Freundinnen mit A, aber aúch deine Mutter die wichtigeren Ansprechpartner, weil die ja wirklich die Arme ausstrecken und dich auffangen können, wenn du abzustürzen drohst.

Deshalb macht es mich besorgt, wenn du vor denen die Rolle des unbekümmerten Mädchens spielst. Wahrscheinlich wirst du schon zurück-"maulen", wenn deine Mutter dich "anmault", aber ich stelle mir vor - und dabei tappe ich natürlich schon wieder im Nebel - dass es für deine Mutter dann eher trotzig als verletzt klingt, weil du ja deine wirkliche Befindlichkeit gern hinter einer Maske verbirgst (siehe Subtitel).

Langfristig kann das meines Erachtens zu zweierlei führen: Entweder man vereinsamt innerlich immer mehr, frisst alles Unverdauliche in sich rein, hält es irgendwann nicht mehr aus und fängt mit Übersprungshandlungen an, die sich als Essstörung, als Schnippeleien an den eigenen Armen und Beinen, als Drogenkonsum oder schließlich sogar als Selbsttötungsversuche auswirken können. Oder, die harmlosere Variante, man fängt an, sich wenigstens doch irgendjemandem ein Stück weit anzuvertrauen, der ansonsten mit dem eigenen Lebensumfeld gar nichts zu tun hat und insofern "ungefährlich" wirkt.

Ich schätze mal, dass zur Zeit - vielleicht unter anderen - ich diese Rolle spiele, und ich bin sehr froh darüber, weil es, wie gesagt, die harmlosere Variante ist, zumal ich - da hast du Schwein gehabt - auch kein Stalker bin, der irgendwie doch herauszufinden versucht, wo du lebst und wie man an dich herankommen könnte o.Ä.

Aber, um es noch einmal zu sagen, wichtiger sind für dich die Menschen in deiner Umgebung, weil sie dir im wörtlichen Sinn Halt geben können, wenn es nottut. Aber dazu musst du ihnen halt auch die Chance geben, wenigstens zum Teil zu wissen, wie es in dir drin aussieht.

Dass das deine Mutter oder deinen Vater nicht interessiert, das glaube ich nicht. Wieso sollte dein Vater sonst sagen: "Du bist gerade mal 16 und hast schon so viel durchgemacht, so viel haben einige ihr ganzes Leben nicht durchmachen müssen." Das zeigt doch, dass er versucht, sich in deine Situation hineinzudenken, sie nachzufühlen.

Deine Mutter hast du in deinen Postings noch nicht zitiert, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie entsetzt wäre, wenn sie wüsste, dass du glaubst, dass ihr eure haushaltstechnischen Auseinandersetzungen wichtiger wären als deine wirklichen Sorgen und Ängste.

Du hast vielleicht durch Anklicken meines "haj"-Logos längst herausgefunden, dass ich Lehrer bin, und als solcher kann ich dir sagen, dass ich manchmal äußerst erstaunt darüber bin, wie wenig Ahnung manche Eltern von den seelischen Nöten ihrer Kinder haben, und zwar nicht aus Interesselosigkeit oder gar böser Absicht, sondern erstens, weil sie natürlich den Gedanken gern verdrängen, dass ausgerechnet ihre eigenen Kinder Probleme haben könnten, und zweitens, weil die Jugendlichen ihnen dieses Verdrängen leicht machen, indem sie den Eltern den Blick in die eigene Seele verwehren.

Versuch doch mal in einer Phase, wo's gerade keine Spannung mit deiner Mutter gibt, auf sie zuzugehen und zu sagen: "Du, mir geht's nicht gut. Ich kann mich nicht aufs Lernen für die Schule konzentrieren, vielleicht weil ich immer noch dauernd an Oma denken muss..." - oder irgendetwas in der Art. Du lieferst dich damit nicht aus, man wird dich nicht steinigen und du legst damit auch nicht deine ganze Seele offen. Aber es wäre vielleicht ein Ansatz. Mehr als schief gehen kann's nicht... ;-)

Waah, jetzt hab ich dich aber ziemlich zugesülzt; ich glaub', ich geh' jetzt besser ins Bett... ;-)
Gute Nacht!

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Ich würde ja mit meiner Mutter reden, aber ich habe auch nicht wirklich Lust mit ihr zu reden, da sie die Sachen immer anders sieht als ich selber. Und am Ende folgt nur wieder Streit, weil ich ja auch nicht den ganzen Abend mit ihr reden kann. Ich bekomme ja sogar Ärger, wenn ich nachmittags im Zimmer sitze und lerne, da ich für meine Noten auch was tun muss. Und sogar für Dinge, die sie mir erlaubt. Z.B. wollten mein Freund und ich gestern bei mir schlafen, dann kam aber was dazwischen und sie erlaubte mir, dass ich bei ihm übernachten darf, danach bekam ich Ärger, obwohl sie gesagt hat 'Es ist kein Problem.'

Ja dass Du ein Lehrer bist, habe ich auch schon mitbekommen. :-)

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Zugegeben, sowohl du als auch deine Eltern, ihr seid in der wahrscheinlich schwierigsten Phase eurer Beziehung: der der Ablösung und (hoffentlich) des Wiederfindens auf neuer Ebene. Dabei ist es hilfreich, wenn jeder versucht, sich in die Lage des anderen zu hineinzudenken. Deine Eltern: Sie wissen, dass sie fahrplanmäßig vor dir sterben werden, und natürlich wollen sie, dass du dann selbständig und stark genug für "das Leben" bist. Andererseits wollen sie dich natürlich nicht "hergeben". Erinnere dich, wie es dich gebeutelt hat, als du darüber nachgedacht hast, ob die Beziehung zu deinem Freund den Bach runter geht. Entsprechendes erleben - vielleicht unbewusst - auch deine Eltern, die dich zweifellos lieben.
Deshalb meine ich, dass Gespräche für Entspannung sorgen könnten (auch wenn's das eine oder andere Mal schiefgeht).

He, du. Ich möchte doch bloß, dass du nicht mehr "innerlich das komplette Gegenteil" eines fröhlichen Menschen bist. Möglicherweise - die verschiedenen Glaubensrichtungen gehen da auseinander - hast du nur dieses eine Leben. Lass es dir nicht madig machen. Auch von dir selbst nicht. ;-)
Jedenfalls drücke ich dir die Daumen, dass jetzt mal eine Phase kommt, in der du glücklicher bist als bis vor Kurzem noch.

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Ich werde versuchen deinen - mir fällt im Moment kein besseres Wort ein - Tipps nach zu gehen. Vielen Dank. :)
Du hast Recht, man hat nur ein Leben und man sollte es genießen, so gut man kann. :)

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O.k.
Dann wünsche ich dir weiterhin wunderschöne Ferien - der Anfang hörte sich ja schon mal richtig gut an - und bin im Übrigen erst einmal still.
Wenn 'was ist - du hast ja auch meine E-Mail-Adresse...
;-)

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